Türdämmung als Hifi Upgrade und/oder als Geräuschmininierung

  • Die Regler sind natürlich unangetastet.

    Wie stehen sie denn?


    Aus der Ferne ist das natürlich schwer zu beurteilen, was da jetzt noch dröhnt. Du könntest Dich vielleicht mal vor die geöffnete Tür knien und versuchen, das Dröhnen zu orten.

    Sowohl Innen- als auch Außenblech sind praktisch entschwingt.

    Im Bereich zwischen Innenblech und Pappe ist durch die Dämmmatte auf der einen und den Schaum auf der anderen Seite so viel Material, dass der Raum ziemlich schalltot sein dürfte.


    [...] liegt die Vermutung nahe, dass alles, was die Türlautsprecher nach hinten abstrahlen, nicht mehr in den Innenraum zurück kommt.

    Das hört sich erstmal alles gut an. Genau so soll es doch sein. Der Raum hinter dem LS soll von dem vor dem LS abgeschottet sein. (Bassreflex-Boxen als Ausnahme mal außen vorgelassen.)


    Ich habe mal überlegt, was ich gemacht habe. Für alle vier Türen habe ich mehrere Tage gebraucht. Vieles davon war sicher Zeitverschwendung aus der Sichtweise eines Profis, der das regelmäßig macht. Aber hey, meine Freizeitstunden kosten kein Geld.

    Die meiste Zeit ging für Kleinkram drauf. Und das wäre vielleicht ein Punkt, wo Du mal schauen könntest. Hast Du wirklich alles entklappert? Befestigungs-Clips, Kabel-Clips, Kabel, Bowdenzüge, ...? Ein Test-Klopfen an allen möglichen Stellen könnte Hinweise liefern, muss aber nicht. Softe Unterlegscheiben unter den Clips? Die drei Befestigungsschrauben der Lautsprecher fest angezogen? (Aber nicht zu fest. Das Plastikgewinde ist nicht sehr vertrauenserweckend.)

    Überall, wo sich zwei harte Materialien berühren (können), muss es entweder sehr stramm sitzen oder gepolstert sein. Das Gitter vor den Lautsprechern ist auch so ein Kandidat, wobei die Stelle eigentlich schon gepolstert sein sollte.


    Das war jetzt alles geraten, was es sein könnte. Aber vielleicht war der Übeltäter dabei.


    Wie habt ihr das verarbeitet? In diversen Akustikerforen, Wohnmobilausbauern und von dem Dämmer hier vor Ort wurde/wird geraten, das Alubutyl nicht einfach nur aufzukleben, sondern es fest anzurollern. Dem kam ich natürlich auch nach...

    Ja, genau. Wenn Du dieses Alubutyl mit Wabenstruktur hast, kannst Du ganz einfach kontrollieren, wo es schon genug angedrückt ist. Da sind die Waben nämlich plattgedrückt und nicht mehr sicht- oder fühlbar.

    Das dürfte aber keine Auswirkungen auf den Schall haben, sondern "nur" für dauerhafte Klebeverbindung über viele Jahreszeitwechsel sorgen. Und es verhindert Lufteinschlüsse und Eindringen von Wasser. Hier im Thread wurde auch mal ein Tipp geschrieben, wie man es an Stellen andrücken kann, wo man mit dem Roller nicht genug Druck aufbauen kann, zum Beispiel in den hinteren Ecken des Innenraums der Tür. Nämlich mit einem Stück des Schutzpapiers feststreichen.

    Corolla HB 2.0 Club | Technik- u. Style-Paket | Navi | MM19-Retrofit | Audio-Umbau ESX, Focal | HUD | H&R-Spurverbreiterung VA 14mm, HA 30mm | Fußraumbeleuchtung "Ambiente" | Reifendruck-Modul | LED-Kennzeichen- und Innenleuchten

  • Du könntest Dich vielleicht mal vor die geöffnete Tür knien und versuchen, das Dröhnen zu orten.

    Gesagt, getan. Ich habe den Bassregler mal voll aufgedreht (sonst steht er tatsächlich nur auf -1) und hatte dann einen Titel mit arg dröhnigem Bass.


    Wenn ich vor der Innenseite der Tür knie, kommt das Dröhnen hauptsächlich vom Lautsprecher selbst.

    Den größten Einfluss hat aber allem Anschein nach das Außenblech. Tür auf, von außen gegen die Tür etwas kräftiger gedrückt und prompt wurde das Dröhnen erheblich weniger. Insofern muss ich hier wohl noch mal Material nachlegen...

    Vielleicht muss ich auch noch mal den Dämmschaum von der Verkleidung, die auf jeden Fall deutlich vibriert, runternehmen und ne Matte drunterkleben, sodass die nicht mehr mitsingt. Bisher ist es klanglich echt kacke.


    Hrmpf... :(


    Aber hey: der Innenraum ist im Ganzen tatsächlich ruhiger geworden. Ich bin heute mit einem Freund auch auf der Bahn bis 130 km/h gewesen. Das war schon ganz angenehm. Also keine Vollkatastrophe :)


    Edit: die Kleinteile sind es definitiv nicht, das würde ja eher rasseln und eben klappern.

  • Ich weiß jetzt nicht ob die Innenverkleidungen mit Alubytul bearbeitet wurden?


    Also nicht nur auf dem Metall der Außentür, sondern auch auf die Außenseite der Türverkleidung Alybtul drauf kleben, oft ist die "Pappe" der Verkleidung nicht sehr Vibrationsfest. Gerade wenn man lauter dreht und die Bässe mehr Volumen bekommen.


    Bei mir dröhnt auch gar nichts. Ich habe aber auch eine Endstufe und Subwoofer verbaut im Boden des Kofferraum.

    Aber ich weiß von vorherigen Fahrzeugen, dass die Innenverkleidung oft das Problem waren.


    Es könnte auch das Bedienteil der Fensterheber sein, die nur leicht vibrieren - aber gefühlt erscheint es als dröhnen.


    Nur so als Tipp. Manchmal sind es kleine Dinge oder ganz kleine Vibrationen auf nicht "ganz feste" Teile. Auch bei den Lautsprechern ist es wichtig, zwischen Lautsprecher und Metall etwas als Schutz zu kleben. Ein kleines Stück Alybytul oder auch Schaumstoff oder Dämmvlies.


    Bei mir war auch mal ein Clip von der Innenverkleidung in die Tür hineinngefallen.


    Das hatte so einen immensen Dröhneffekt, dass ich dachte die Lautsprecher sind defekt.


    Mal mit einem Magneten in die Tür gehen. ggf liegt da auch eine Schraube oder ein kleines Metallteil.

  • Mal blöd gefragt, muss das Alubutyl auf die Innenseite des Türbleches geklebt werden, oder auf die Innenseite der Verkleidung aka Türpappe? Ich kenne mich damit nicht aus, allerdings hatte ich schon mal mit dem Gedanken gespielt, die Türen etwas wertiger zu gestalten. Dass sie satter schließen, es im Innenraum etwas leiser wird und man die Musik etwas lauter aufdrehen kann. Hab ja schon die JBL Anlage…

    Corolla 2.0 TS Lounge seit 2019 nach 12 Jahren Auris I Diesel mit 325Tkm


    Meine Modifikationen am Corolla: TPMS Druckmodul, LED Kennzeichenbeleuchtung, Volumen Wischwassertank vergrößert, Ambiente Fußraumbeleuchtung, Ambiente Türgriffbeleuchtung, Apple Carplay Wireless, Lauflicht Spiegelblinker, Hella Doppelhupe, FitCamX Clone Dashcam

  • Mal blöd gefragt, muss das Alubutyl auf die Innenseite des Türbleches geklebt werden, oder auf die Innenseite der Verkleidung aka Türpappe? Ich kenne mich damit nicht aus, allerdings hatte ich schon mal mit dem Gedanken gespielt, die Türen etwas wertiger zu gestalten. Dass sie satter schließen, es im Innenraum etwas leiser wird und man die Musik etwas lauter aufdrehen kann. Hab ja schon die JBL Anlage…

    Ich mache es seit einigen Jahren auf beiden.


    Also sowohl auf dem Blech der Tür, und auch auf die Verkleidung.

    Natürlich die Verkleidung nur soweit bekleben, wie man sie auch an das Blech wieder befestigt bekommt mit den Clips.

    Also nicht zu dick.


    Es geht da nur um Gewicht, dass die Verkleidung nicht vibriert und schwingt.

  • Den größten Einfluss hat aber allem Anschein nach das Außenblech. Tür auf, von außen gegen die Tür etwas kräftiger gedrückt und prompt wurde das Dröhnen erheblich weniger.

    Im Ernst? Schon wieder etwas, das ich wirklich nicht erwartet hätte. Weiß nicht, ob meine Ideen so hilfreich sind, wenn ich immer schreiben muss, das hätte ich nicht gedacht. :S

    Vielleicht muss ich auch noch mal den Dämmschaum von der Verkleidung, die auf jeden Fall deutlich vibriert, runternehmen und ne Matte drunterkleben, sodass die nicht mehr mitsingt. Bisher ist es klanglich echt kacke.

    Ja, das hätte ich jetzt auch gesagt. Ich bin da bei Aktienstar, wobei ich die weichen Materialien im Innenraum nicht unterschätzen würde. Also im Prinzip so, wie Du schreibst. Erst beschweren, dann den Luftschall mit Schaumstoff blockieren.

    Floh hatte ganz am Anfang hier im Thread das Zealum ZN-Finish empfohlen. Das habe ich dann auch genommen. Die Klebeschicht, die auch Masse reinbringt, ist Butyl. Darauf dann eine Schicht feinporiger Schaumstoff. 2-in-1 quasi. Warum? Weil die glatte, harte Aluschicht super ist, um Schall zu reflektieren. Besonders die höhere Frequenzen. In der Tür als Resonanzkörper kann man das noch tolerieren, besonders auch, weil es wasserresistent ist. Im Innenraum wie gesagt nicht.

    Ja, ich weiß. Hinter der Türpappe ist nicht der Innenraum des Autos. Aber man möchte ja diesen Zwischenbereich schalltot machen.


    Schaut Euch mal den Beitrag #1 vom Floh hier an. Auf den Bildern sieht man das. Auch sein Fazit zum Ergebnis hört sich wie das genaue Gegenteil von Gurke's Fazit an:

    Ich war aber auch weiter fleißig und habe nun alle Türen gedämmt und ich muss (nach wie vor) sagen, dass ich schwer begeistert bin. Der Klang der Anlage hat sich wirklich massiv verbessert [...]

    Auch der Beitrag #123 von Chris1983 bestätigt das:

    Heute war es endlich so weit, 6 Stunden hat es gedauert.


    Das außenblech ist nur leicht gedämmt, dafür das Innenblech umso mehr. Dort wo vorn die Abdeckung und hinten das Loch ist sind jeweils 3 Lagen Alubutyl verklebt. Das ist jetzt richtig massiv.


    Alle Kabel wurden mit Textilklebeband extra für Kabelbäume umwickelt, zusätzlich alles was klappert mit Bitumenband ruhig gestellt, auch der Türöffner der wirklich sehr klapprig in seiner Halterung sitzt.


    Um die Türverkleidung herum habe ich ein schaumstoffband geklebt sodass Plastik und Blech nicht mehr aneinander kommen und somit klappern können. Alle Klipse wurden auch mit Bitumenband ruhig gestelltX die rappeln auch erheblich.


    Jetzt ist echt Ruhe im Karton, hat sich voll gelohnt. Auch die JBL Anlage hat jetzt richtigen Bass :D

    Mit Klick auf das Zitat kommt Ihr zum Beitrag mit Bildern.

    Auch hier zu sehen: Erst beschwert, dann gedämpft. Und ebenfalls die Bestätigung, dass Kleinvieh auch Mist macht.


    Wenn es direkt im Innenraum Resonanzen gibt und speziell wenn diese abhängig sind von Vibrationen durch den Motor oder die Fahrbahn, hört es sich wie Vibrieren an. Zum Beispiel die Türöffner oder die rot-schwarzen Verriegelungshebel dort. Klappert es hinter der Verkleidung, kann es sich im Zusammenspiel mit dem Tiefton der Lautsprecher wie Dröhnen anhören, wie Aktienstar oben schreibt.


    Dass Du das Dröhnen allerdings mit einem Druck auf das Außenblech von außen reduziert hast, verunsichert mich. Du hast doch schon teilweise mehrlagig Alubutyl auf dem Außenblech. :/

    Das muss ich mal bei meinem checken. Wobei ich das nicht 1 zu 1 reproduzieren kann, denn ich habe alles unterhalb von rund 100 Hz mit dem DSP-Equalizer weg von der Tür genommen und hin zum Subwoofer.

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  • So oder so muss ich es noch mal auseinanderreißen. In dem Zustand kann das nicht bleiben. Ich werde berichten, wenn ich Zeit und Lust gefunden habe.

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    Wer später bremst,bleibt länger schnell🤪

  • Klar der Typ ist Geschäftsmann und möchte seine Ware verkaufen,aber ich finde er hats gut erklärt.

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