Beiträge von Xenomorph

    Nachdem ich in anderen Onlinemedien hitzige Debatten bezüglich den aktuellen Spritpreisen und alles was davon mitbetroffen ist mitverfolgt habe, habe ich das Bedürfnis hier nochmal etwas loszuwerden.


    Damals, im Sommer 2019 als es weder Covid noch Krieg in Europa gab, war mein grösstes Problem, welches Auto wird mein Nächstes?? Mein Jugendtraum war es, einen Camaro V8 zu besitzen. Also war sparen angesagt. Dann, als es so weit war und ein Neukauf nicht weiter aufgeschoben werden konnte weil ein 2. Wagen familiär bedingt unumgänglich war, ging ich auf die Suche. Gefunden habe ich schliesslich ebendiesen Wagen mit einer Ausstattung, die sich sehen lassen kann. Also auf zur Probefahrt.

    Ja, ich hatte spass beim fahren und ja, das Geld war nicht das Problem. Jedoch dachte ich mir: Wieso?? Brauche ich das wirklich?? Ich erinnerte mich an meine Militärausbildung, bei der ein Kammerad mich einlud, mal bei ihm den 2012 Auris Probezufahren. Auch der Wagen hat mir gefallen, allerdings sah es damals finanziell anders aus...


    In den besagten Debatten wird auf höchstem Niveau gejammert. "Durch die Spritpreise wird auch alles Andere teurer", "auch der Strompreis wird steigen, die Elektroökos kommen auch bald auf die Welt", "Man erkennt die Armen, wenn sie jetzt ein Elektroauto kaufen"... Hach ja, das Internet ist ein schöner Ort. Die Virologen vom letzten Jahr sind letzten Monat zu 4- Sterne Generäle geworden und gestern über Nacht hat Jeder einen Masterabschluss in Wirtschaft gemacht. Blah. Blah. Blah...


    Lange Rede kurzer Sinn: Heute bin ich froh darüber, dass ich mir nicht einen Wagen gekauft habe, den ich mir jetzt gerade leisten kann.

    Ich bin froh, dass ich mir ein Auto gekauft habe, welches rund halb so teuer in der Anschaffung ist und nur ein Bruchteil dessen verbraucht.

    Ich bin froh, dass ich dadurch genug Reserven auf der Seite habe, um wichtigeres zu finanzieren als ein teures, schnelles Auto.

    Ich bin froh, dass bei meinem Auto mit seinem rund 40l Tankvolumen die aktuelle Verteuerung beim Volltanken nicht so stark auffällt.

    Ich bin froh, dass ich trotz des kleinen Tanks über 800 km am Stück fahren könnte.

    Ich bin froh, dass ich mit meinem Auto im Monat günstiger zur Arbeit fahre, als mit einem Monatsabo für den ÖV.


    Macht es noch sinn in jahr 2022 auf den hybrid Antriebstrang zu setzen?

    Ja! Es machte die letzten 25 Sinn, es macht heute mehr Sinn denn je und es wird auch in den nächsten Jahren Sinn machen.

    SauerlandHybrid

    Von Mercedes auf Toyota zu wechseln ist schon ein gutes Stück, das muss ich dir lassen. Meine halbe Familie fuhr schon die A Klasse, C Klasse und den neuen EQC und so im Vergleich zum Corolla sind das schon Welten in Verarbeitung und Design, was sich aber auch im Preis widerspiegelt.

    Das du diesen "Klassenabstieg" überhaupt schon in Erwägung ziehst rechne ich dir hoch an, da kenne ich ganz Andere, welche sich einfach zu festgefahren haben. Ich hätte dich auch eher zu Lexus weitergeleitet, was du aber, wie schon erwähnt, nicht willst.


    Auf jeden Fall würde ich noch nicht aufgeben und sicher mal den 2.0 Corolla Probefahren. Auch mit meinem 1.8l mit 122 Schlachtrösser komme ich Problemlos über Berg und Tal. Ja, je nach Steigung heult der Motor (vor Freude ;) ) aber Hand aufs Herz: welches Auto bis 200 PS macht das nicht? Mit meinem alten Colt war das jedenfalls schlimmer :D

    Bezüglich dem Beschleunigungsverhalten denke ich, wird das ganze einfach unterschiedlich aufgenommen. Beim CVT Getriebe werden 3 Motoren auf unterschiedliche Drehzahlen gebracht, damit der Verbrenner durchgehend in seinem optimalen Leistungsbereich arbeiten kann. Bei den Kupplern (ob von Hand oder DSG) wird erst mal ausgekuppelt, 1-2
    Gänge runtergeschaltet, der Motor auf Drehzahl gebracht und wieder mit einem mehr oder weniger starken Ruck eingekuppelt. Dabei wird, nach meiner bescheidener Meinung, unbewusst mehr Leistung wahrgenommen als beim gummibandartigen Beschleunigen vom CVT. Letztendlich kommt aber bei der gleichen Motorisierung die gleiche Leistung vom Motor über die Räder auf den Boden.


    Wenn du nun wirklich kein Heizer bist und du ruhig und entspannt fahren willst, wäre der Corolla in diesem Sinne ideal. Sobald man sich mit dem System angefreundet hat, fährt/ gleitet/ schwebt man völlig unbewusst ruhiger. Aber man kann auch problemlos mal den einen oder anderen überholen, wenns denn sein muss. Ansonsten kann man immernoch 5- 10min früher losfahren, was sich ebenfalls positiv auf das Stresslevel auswirkt ;)

    War gerade mit dem Arbeitskollegen in Dessen Ersatzauto, einem Q5 PlugIn, unser Abendessen holen.

    Der Akku war bei 0% Ladung, der Verbrauch bei 9.xx Liter... bitte alle einmal langsam klatschen und hoch die Tassen auf die Förderung dieser Dinger.

    Ich dachte ja immer, dass wenigstens durch die Rekuperation immer etwas Ladung im Akku ist, aber wahrscheinlich ist das bei den grösseren Akkus nur ein Tropfen auf den heissen Stein :rolleyes:

    Ist denke ich zusätzlich von der Temperatur abhängig. Konnte letzte Woche nur einmal EV erzwingen, da war die Temperatur aussen glaube ich bei 11°C und der Akku 2 Strich unter dem Maximum. Habe aber auch die Innenheizung komplett ausgeschaltet, bis ich aus dem 30er raus bin und mit 60 aufheizen konnte.

    An den kälteren Tagen hatte ich keine Chance mit EV zu beginnen, egal wie voll der Akku war. Der Motor wollte ums verrecken warm werden:D

    regexmasternew

    Ich wage mal eine grobe Vorausrechnung. Die Aussentemperatur spielt für den Akku und den Motor eine grosse Rolle in Bezug zum Verbrauch. Die 30er Zonen sind Gift für das Warmlaufen des Motors im Winter, da er kaum belastet wird und dann beinahe im Leerlauf läuft. Daher geht es einige Zeit, bis der Innenraum geheizt wird und somit der Akku unter der Rückbank warm wird. Der Überschuss an Energie vom Motor wird jedoch verwendet um den Akku in diesem Moment zu laden und nicht unnötig Benzin zu verbraten.

    Im Sommer ist es das genaue Gegenteil. Der Motor sowie Innenraum und Akku sind warm. Folglich kannst du die 30er Zonen komplett elektrisch abfahren, insofern der Akku genügend aufgeladen ist, da kaum Last anliegt. Auch bei 50 - 60km/h kanst du bei genügender Ladung elektrisch gleiten, bei voller Ladung auch bis 80km/h. Wenn alles auf Betriebstemperatur ist, geht das auch im Winter, allerdings weniger gut.

    Dies nur zur Veranschaulichung, wie sich das System verhaltet. Keine Sorge, die Steuerung regelt alles von selbst. Mit der Zeit lernt man von selbst, wie das System funktioniert und man kann dann gewisse Zustände vom Verbrennermotor und Akku laden/ entladen mittels Gaspedal und EV-Taste herbeirufen.


    Bei mir liegt der höchste Verbrauch im Winter auf dem Arbeitsweg pro Fahrt (kann man sich beim Ausschalten anzeigen lassen) bei ca. 5.2l/100km, der Niedrigste im Sommer war bei 2.2l/100km. Dazu kommen natürlich die anderen Fahrten, welche mir aktuell laut Spritmonitor einen Verbrauch von 4.4l/100km ergeben. Ich denke du würdest dich in einem ähnlichen Bereich befinden und wärst in deiner aktuellen Situation mit einem Vollhybriden am Besten bedient.


    Dazu kommt, dass der Corolla von sich aus eine ruhige und entspannende Wirkung hat, so dass man immer mit einem Grinsen aus dem Auto aussteigt, da man die belanglosen Probleme des Alltags einfach vergessen kann^^

    Bei mir hinter dem Rückspiegel verbirgt sich eine Garmin DC 55. Während der Fahrt stört sie die Sicht nicht und das Kabel war auch lang genug um vom Rückspiegel zum Beifahrer "Angstgriff", zur Kopfstütze und anschliessend vom Fussraum in die Mittelkonsole zu gelangen. Für die Montage wird ein kleiner Magnet an die Scheibe geklebt, an den sich die Cam anheftet.

    Sie lässt sich bequem per Sprachsteuerung bedienen, liefert über GPS Daten zu Standpunkt und errechnete Geschwindigkeit und warnt noch vor dem Auto vor Gefahren (und an wiederlosfahrende Vordermänner/ -Frauen).

    Wenn man nicht weiss, dass da eine Kamera ist, sieht man Diese von aussen nicht. Das Gehäuse in grösse einer GoPro tarnt sich in Mattschwarz und ein dezenter matter Goldring ziert die Linse. Der Bildschirm schaltet sich automatisch aus, die gespeicherten Daten lassen sich auf der Kamera (ohne Ton) anzeigen, oder über WLAN über die App (mit Ton) wiedergeben und speichern. Neben der Videoaufnahme stehen noch eine Foto- und Zeitrafferfunktion zur verfügung.

    Sie ist 4k 30fps fähig, aber bei 1080 60fps gibt es im Endeffekt schärfere Standbilder. Aufnahmen bei Nacht werden automatisch digital erhellt.


    Bin sehr zufrieden mit dieser Cam, die Qualität ist gut und für damals 240.- CHF ist sie zwar etwas teuer, aber noch bezahlbar. Gelohnt hat sie sich schon 2 mal ^^

    Solange du keine möglichkeit hast regelmässig zu laden kann ich dir auch vom Plugin nur abraten und sobald die Wallboxen installiert sind macht ein 100% EV mehr Sinn (Wieso laden und tanken?? Ich persönlich erkenne die Logik daran nicht...)

    Ich selbst fahre auf meinem Arbeitsweg den 1.8 HB auf einem Mix von sich abwechselnden 49% Stadt/ Dörfer, 50% Landstrasse mit max. 80km/h und der Rest ca. 1% Autobahn, etwa 500m mit 120km/h.

    Fahrtstrecke in die Arbeit ~ 20 km eine Strecke - in Summe 40km pro Tag. Mix ist 70% Stadt und 30% Autobahn (auf dem stück geht nicht mehr als 80 bis 90km/h)

    So grob verglichen ist dieses Profil dem Meinem relativ ähnlich, wenn nicht sogar noch besser für einen Vollhybrid. Zwischen 80-90km/h lässt sich der Akku am Besten voll laden.

    Sind bei dir diese Strecken jeweils am Stück oder wie bei mir abwechseld?? (Stadt, Land, Stadt, Land, AB, Stadt)

    Seit 25 Jahren baut Toyota Hybridmodelle mit CVT Getrieben. Und seit 25 Jahren haben die meisten Experten noch nicht begriffen, dass dieses Antriebskonzept nicht darauf ausgelegt ist, mit Vollgas quer durchs Land zu brettern. Zum Vergleich: Ich fahre nun seit 2.5 Jahren den Corolla und seit 2.49 Jahren habe ich Ebendies begriffen.

    Klar, für den Gebrauch im Alltag sollten auch Fahrten auf der AB gemacht werden. Aber auch Toyotas CVT- Konzept ist keine eierlegende Wollmilchsau und daher sollte man keine Wunder erwarten.


    Immerhin wurde erkannt, dass die besonderen Stärken des Corollas im Stadtverkehr liegen und wer 1 und 1 zusammenzählen kann...

    Zudem lese/ schaue ich Tests und Berichte von deutschen/ europäischen Experten immer mit einer gewissen Vorsicht, der Vergleich mit dem Golf erklärt warum;)

    Jetzt wo die Temperaturen allmählich in den 2- stelligen Bereich steigen, kannst du allein darum mit einem geringereren Verbrauch rechnen. Noch weniger geht dann mit der entsprechenden Fahrweise. Meine Faustregelt lautet: Läuft der Verbrenner, zügig fahren aber nicht rasen, um den Akku zu laden. Fahre ich rein elektrisch oder im Wechselbetrieb, gemächlich fahren aber kein Hindernis für Andere sein.


    Meine letzte Tankfüllung beendete ich vor 3 Tagen mit 4.7l, der aktuelle Stand ist bereits schon bei 4.3l Tendenz sinkend (Ich lasse mir immer den Verbrauch der aktuellen Tankfüllung anzeigen).

    Nach meiner Erfahrung mag unser Corolla am liebsten Temperaturen zwischen 10- 22°C. In diesem Bereich zieht die Heizung weniger Energie aus dem Motor und die Klimaanlage dient auch nur als Dekoration^^